Das Haus ist eines der ältesten in Rotenburg
erhaltenen Fachwerkhäuser aus dem Jahre 1675. Es
trägt den Namen eines bedeutenden lutherischen Kirchmalers,
der über einen langen Zeitraum dieses Haus bewohnte
und sein Atelier dort unterhielt.
1976 erwarb der Verein das Haus und rettete es vor dem
Abriss bzw. dem Umbau zu einem modernen Geschäftshaus.
Heute ist in dem Haus im Erdgeschoss ein kleines Stadtmuseum
untergebracht. Einrichtungsgegenstände vermitteln
einen Eindruck von früherem bürgerlichen Wohlstand.
Betritt man das Haus kann man sich gut vorstellen, wie
hier einstmals eine Handwerkerfamilie im engeren Kreis
ohne Gesinde lebte. Ein kleiner Nebenraum zeigt wechselnde
Ausstellungen mit verschiedenen Themen. Im oberen Stockwerk
findet der Besucher das leider etwas verkleinerte Atelier
des Kirchmalers Rudolf Schäfer. Unterlagen seines
Schaffens, aber auch Originale sind dort zu sehen. Bücher
über den Künstler sind ausgestellt. Alle Anhänger
dieses Künstlers oder dieser Kunstrichtung finden
hier einen authentischen Ort bedeutender Kunst. Der düstere
Raum erinnert an den strengen lutherisch-protestantischen
Kirchmaler und religiösen Künstler.
In weiteren Räumen sind Gegenstände der bürgerlichen
Alltagsstruktur aus der frühen Neuzeit, die bei Ausgrabungen
in Rotenburg gefunden wurden und aus dem 19./20. Jahrhundert
ausgestellt.
Dieses kleine Museum liegt zentral in der Rotenburger
Fußgängerzone und bei einem Stadtbummel leicht
zu erreichen.